Einzelförderung

Die tiergestützte Einzelförderung bzw. -therapie kann ausschließlich oder zusätzlich zu einer anderen gängigen Therapiemethode eingesetzt werden. Die Einzelintervention findet immer ohne die Eltern statt. Besonders für Kinder oder Jugendliche mit folgenden Symptomen kann diese Form von Förderung heilsam sein:

  • Beziehungs- und Kontaktschwierigkeiten
  • Ängste/Traumata
  • Verhaltensauffälligkeiten verschiedener Ursache und Ausprägung z. B. Autismus
  • Entwicklungsverzögerungen, Koordinationsproblematiken, Lernschwierigkeiten
  • Schwierigkeiten im sozial-emotionalen Verhalten
  • ADHS / ADS
  • geistige Behinderungen
  • in der Frühförderung
  • Auffälligkeiten in der Wahrnehmungsleistung (erfassen, verarbeiten, reagieren)
  • Motivationsmangel, Therapiemüdigkeit

und für alle, die für diese heilsamen Impulse aufgeschlossen sind.

Die Einzeltherapie kann für Kinder und Jugendliche auch über das Jugendamt finanziert werden. » Kontaktpersonen beim Jugendamt (PDF)

Ziele, die mit der tiergestützten Intervention erreicht werden können

Förderung im emotionalen Bereich
Überwindung von Ängsten; Abbau und Steuerung von Aggressionen; Sensibilisierung für emotionale Nähe und Berührung; Einfühlungsvermögen sich selbst, den Tieren und anderen Menschen gegenüber; Vermittlung von Erfolgserlebnissen und Stärkung des Selbstbewusstseins; Steigerung der Selbstwahrnehmung und Selbstwirksamkeit; differenzierte Wahrnehmung der Sinne; Aktivierung von Gefühlsausdruck und Emotionen; Wiederentdeckung von Lebensmotivation und Lebensfreude.

Förderung im sozialen Bereich
Aufbau von Beziehungsfähigkeit im Umgang mit der Tieren; Entwicklung und Stärkung von Verantwortungsbewusstsein für andere und die Tiere durch Übernahme von Aufgaben und Pflichten z. B. Versorgung der Tiere; Erlernen sozialer Kooperationsfähigkeit in der Arbeit mit dem Tier; angemessener rücksichtsvoller Umgang mit anderen Lebewesen; Einhalten von Grenzen, Erlernen von Zuverlässigkeit.

 

4 Förderung im motorischen Bereich
Körperliche Entspannung durch den Tierkontakt; positives Ausleben von Bewegungsdrang und Aktivität; Verbesserung der Fein- und Grobmotorik und Koordinationsfähigkeit im körperlichen Einsatz.

Förderung im bildenden Bereich
Authentische Vermittlung und Erfahrung von Naturerleben und umweltpädagogischem Wissen; Erleben und Respektieren von unterschiedlichen Lebensformen; Vermittlung von Versorgung, Pflege und Ernährung der Tiere.