Warum Esel?

„Esel präsentieren die fünf Wahrnehmungssinne und die damit verbundenen Sinnesorgane deutlich. Dies ist eine sehr attraktive Chance, Wahrnehmung in allen Formen beim Menschen anzuregen“ (A. Klotz)

Jeder Mensch hat das Bedürfnis mit Lebendigem umgehen zu wollen und eine ursprüngliche Hinwendung zur Natur und allen Lebewesen. Die Interaktion mit den Tieren ermöglicht den Menschen ihnen verloren gegangene Ursinne wieder zu erkennen und von ihnen soziale, emotionale und motorische Fähigkeiten neu zu lernen.

Die Einbeziehung von Eseln in der tiergestützten Arbeit eröffnet einen neuen Weg, die Heilung im psychosomatischen und physischen Bereich zu unterstützen und möglich zu machen. Esel geben dem Therapiealltag gelassen neue Impulse, sie begleiten den Therapiealltag verlässlich und standhaft und können auf ursprüngliche Weise zur Heilung beitragen.

Die charakterlichen Stärken und den hohen Aufforderungscharakter meiner Esel, nutze ich für zahlreiche anspruchsvolle und heilsame Interaktionsmöglichkeiten in der pädagogischen und therapeutischen Arbeit.

Einige der Eselstärken möchte ich hier benennen:

Esel sind besonnen und treu.
Esel sind standhaft und keine reinen Fluchttiere.
Esel sind sanftmütig und sehr sozial.
Esel geben sofort Rückmeldung auf unser Verhalten.
Esel bewerten nicht und befriedigen grundlegende emotionale Bedürfnisse.
Esel besitzen eine hohe Ausdauer und ein geringes Aggressionspotential.
Esel entschleunigen unseren Alltag und wirken ansteckend gelassen und achtsam.
Esel sind Urgefährten der menschlichen Mobilität und bereit unsere „Lasten“ zu tragen.

Wer die Sprache der Langohren kennt, weiß sein Lebensprinzip „Vorsicht“ zu deuten und lernt seine Klugheit zu schätzen. Die Fähigkeiten meiner Tiere bieten eine adäquate Plattform, um die emotionalen „Lasten des Lebens“ mit mehr Leichtigkeit tragen zu können.

Was kann uns ein Esel „lehren“?

  • Zulassen von Körpernähe und Standhaftigkeit
  • Urteilsfreies Angenommen werden
  • klare Grenzsetzung und Grenzeinhaltung
  • Abbau von Ängsten
  • Förderung von Verantwortungsbewusstsein (durch Rücksichtnahme auf das Tier)
  • Einstellen auf Bedürfnisse von Anderen (Tieren)
  • Motivation zur Bewegung
  • Förderung von Geduld, Gelassenheit, Ausdauer und Konzentration